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Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Druckversion

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RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - MikeStar - 18.07.2025

(18.07.2025, 08:02)Reichtathletik schrieb: MikeStar, nochmal: Hier geht es eigentlich um sexuellen und anderweitigen Missbrauch. Da Geduld(!) zu fordern ist echt hart an der Grenze. Im Extremfall – von dem wir hoffentlich nirgendwo reden– würde das heißen: Lass dich erst noch ein paar mal vergewaltigen und warte auf einen Moment, in dem dein Anliegen den Sport nicht stört!
Ich weiß du hast geschrieben, in dem Bereich wäre es etwas anderes, aber so kommt es bei Betroffenen nicht an. Da wird die allgemeine Vorgehensweise bei Missständen gesehen und die ist nunmal in der Erwartungshaltung "von oben" deutlich näher an deiner. Es ist ja so, dass man in der Regel in fast jedem(!) Belang keine Antworten von DLV-Verantwortlichen bekommt, selbst wenn man eigentlich in einer Position ist, in der das der Fall sein sollte – wenn gerade EM/WM, Jugend-EM, Trainingslager, Urlaub, name it ist... Und deshalb ist es wichtig, dass Athleten und Trainer andere Erfahrungen machen und andere Vorgehensweisen akzeptabel sind als die von dir beschriebenen selbst wenn es um Kleinkram gehen würde. Die Botschaft die ankommt ist nunmal nicht: Missbrauch ist etwas anderes. Sondern: Wenn du schon keine Reaktion auf eine Nicht-Nominierung bekommst (kommt immer wieder vor, Athleten(!) erfahren aus Instagram, ob sie dabei sind (also dem kanal, den du für Athleten als Kommunikation unangemessen ansiehst) – dann kriegst du auch keine wenn du Missstände ansprichst.
Ich sag dir ganz offen, ich hätte Null glauben daran, dass was passiert wenn ich intern Bedenken über gewisse Personen äußern würde. Bzw. es würde was passieren – ich würde noch mehr gemeidet.

Auch zu den Vertrauenspersonen: Die Athletensprecher sind ebenfalls Athleten, die vom Verband abhängig sind. Max Thorwirth, der hier regelmäßig mitliest und sich z.T. auch äußert, ist sicherlich sehr engagiert. Letztlich aber jedes Jahr ein Wackelkandidat für Nominierungen und Kader. Trainiert bei einer Bundestrainerin. Kritischer Mensch – aber voll im System. Julian Weber: OK-Athlet. Damit per Definition einer der bestgestellten überhaupt. Wenn es um Olympia/WM etc. geht in aller Regel mit dem Kopf richtigerweise sicher eher dabei, zu gewinnen, als in menschliche Abgründe einzutauchen. Und übrigens: Beides Männer. Wie gesagt, beides super Menschen, aber nunmal keine Leute "außerhalb des Systems", sondern in der "Wagenburg". Da halte ich ein Zentrum für Save Sport, das außerhalb der Verbände angesidelt ist für deutlich sinnvoller.

Sag mal willst du mich verarschen?

Ich habe schon klar und deutlich geschrieben, dass ich bei sexuellem oder anderweitigem Missbrauch sofort handeln würde und auch Vertrauenspersonen ggf. außerhalb des Systems involvieren würde. Polizei, Weißer Ring und wie die ganzen Hilfsorganisationen heißen.

Mein Post bzgl. Abwarten war eine klare und eindeutig identifizierbare Antwort auf einen völlig anderen Sachverhalt, der allen Anschein nach nichts mit sexuellem Missbrauch zu tun hat. Und selbst da habe ich geschrieben, dass - falls man das Gefühl hat, dass es über sportliche Gründe hinausgeht - externe Hilfe sucht. 

Zwischen Missstände anprangern und Missbrauch bekämpfen liegen ja wohl bitte Welten und sportliche Ungleichbehandlung mit Missbrauch oder Vergewaltigung gleichzusetzen ist ja wohl bitte eine Verhöhnung von echten Missbrauchsopfern aus Vergewaltigung, sexueller Nötigung oder ähnlichem.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - muffman - 18.07.2025

Du lenkst permanent vom eigentlichen Thema ab und legst AthletInnen nahe, mal eine Ungerechtigkeit erstmal zu akzeptieren, um alles intern zu regeln (funktioniert ja immer so gut). Merkst du eigentlich noch was? Genau hier liegt doch das Problem! Bei Ungerechtigkeiten einfach mal die Fresse halten. Ganz toll. Wo fängt das an? Wo hört es auf?


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Reichtathletik - 18.07.2025

(18.07.2025, 08:20)MikeStar schrieb: Sag mal willst du mich verarschen?

Ich habe schon klar und deutlich geschrieben, dass ich bei sexuellem oder anderweitigem Missbrauch sofort handeln würde und auch Vertrauenspersonen ggf. außerhalb des Systems involvieren würde. Polizei, Weißer Ring und wie die ganzen Hilfsorganisationen heißen.

Mein Post bzgl. Abwarten war eine klare und eindeutig identifizierbare Antwort auf einen völlig anderen Sachverhalt, der allen Anschein nach nichts mit sexuellem Missbrauch zu tun hat. Und selbst da habe ich geschrieben, dass - falls man das Gefühl hat, dass es über sportliche Gründe hinausgeht - externe Hilfe sucht. 

Zwischen Missstände anprangern und Missbrauch bekämpfen liegen ja wohl bitte Welten und sportliche Ungleichbehandlung mit Missbrauch oder Vergewaltigung gleichzusetzen ist ja wohl bitte eine Verhöhnung von echten Missbrauchsopfern aus Vergewaltigung, sexueller Nötigung oder ähnlichem.

Ich schließe mich da Muffman in diesem Punkt an

(18.07.2025, 08:28)muffman schrieb: Du lenkst permanent vom eigentlichen Thema ab und legst AthletInnen nahe, mal einfach eine Ungerechtigkeit erstmal zu akzeptieren, um alles intern zu regeln. Merkst du eigentlich noch was? Genau hier liegt doch das Problem! Bei Ungerechtigkeiten einfach mal die Fresse halten. Ganz toll. Wo fängt das an? Wo hört es auf?

Und schau bitte nochmal genau, was ich geschrieben habe. Ich habe sehr wohl darauf hingewiesen, dass du da in deinen Beiträgen differenzierst, aber ich versuche seit nun zwei Tagen offenbar vergeblich dir klar zu machen, dass diese Differenzierung für Betroffene nicht funktioniert, weio Vertrauen was an einer Stelle (z.B. Nominierungen, sonstige Kommunikation) verloren ist, nicht weiter für andere Sachverhalte besteht und dass deshalb für gesunde Prävention überall stärker gegen Machtmissbrauch und Wagenburg vorgegangen werden muss!

(18.07.2025, 08:19)muffman schrieb: Dieser Thread ist wirklich zu einem Sinnbild für den Zustand der deutschen LA geworden. Leugnen, kleinreden, rechtfertigen, Teamgeschwätz und ewig gestrig. Herrlich.

Eher traurig. Aber als jemand der in Krisen-PR und political campagining geschult ist lass dir sagen: Wäre ich DLV-Verantwortlicher und wäre mir das Forum aus welchen Gründen auch immer ein Dorn im Auge würde ich wenn ich richtig mies drauf wäre Trolle hier einschleusen, damit man sagen kann: Sieht ihr: alles spinner! Wäre ich weniger gut, würde ich Leute zum relativieren einschleusen Wink


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Roy Schmidt - 18.07.2025

Ein wenig Teamgefühl ist bei der Staffel schon von Vorteil. Wenn man den Wechselpartnern nicht vertraut oder eine stärkere Antipathie gegen ihn hegt, ist das definitiv nicht von Vorteil.
Im großen und ganzen stimme ich aber zu. Man macht die ganze Sache unterm Strich nur für sich selber. Auch seinen Staffelpart läuft man alleine und am Ende guckt man neben dem Gesamtergebnis auch vorrangig auf seinen Split.
Die Team EM bietet da eine erfrischende Abwechslung.

Bei dem restlichen Thema reden hier ansonsten alle aneinander vorbei. Bei der Formulierung "ewig gestrigen" musste ich aber lachen. Eine der Hauptslogans des linksradikalen Milieus.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - MikeStar - 18.07.2025

@muffman: auf deine Beiträge werde ich nicht weiter eingehen. Für mich bist du ein Troll der nur stänkert und an keiner ernsthaften Diskussion interessiert ist. Ich mag dir damit vielleicht Unrecht tun aber das ist mir ab jetzt egal. 

@Reichtathletik: Beenden wir die Diskussion hier. Ich habe immer mehr den Eindruck du willst nicht verstehen, was ich schreibe oder du verstehst mich absichtlich falsch, vielleicht nichtmal böswillig aber aus irgendeinem Grund, den ich nicht nachvollziehen kann. 

Für mich ist dieser Thread eher ein Beispiel dafür was im Internet falsch läuft. Argumente verdrehen und nicht verstehen (wollen). Punkte aus dem Kontext reißen und Unterstellungen machen, weil man sich mit den Argumenten der Gegenseite nicht auseinandersetzen will (oder kann). 

Aus Differenzierung wird kleinreden aus kritischer Betrachtung wird leugnen, und an anderen Stellen (nicht jetzt hier) wird aus konservativ rassistisch / ewig gestrig oder aus liberal woke... man ergießt sich in Extreme und rennt mit Scheuklappen durch die Welt. 

Das ist aber nicht meine Art des Umgangs miteinander. Darum bin ich hier raus.

Ich habe beruflich genug damit zu tun, ich brauche das nicht auch noch hier.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Reichtathletik - 18.07.2025

Lustig, also werfen wir uns gegenseitig das gleiche vor. Immerhin das Smile


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - muffman - 18.07.2025

(18.07.2025, 08:51)Roy Schmidt schrieb: Bei der Formulierung "ewig gestrigen" musste ich aber lachen. Eine der Hauptslogans des linksradikalen Milieus.

Was willst du mir damit sagen? Du weißt genau, auf was das bezogen war. Und ich habe noch nie gehört, dass dieser Slogan etwas mit Linksradikalismus zu tun haben soll und finde dazu gerade auch nichts. Quelle bitte.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Roy Schmidt - 18.07.2025

(18.07.2025, 09:11)muffman schrieb:
(18.07.2025, 08:51)Roy Schmidt schrieb: Bei der Formulierung "ewig gestrigen" musste ich aber lachen. Eine der Hauptslogans des linksradikalen Milieus.

Was willst du mir damit sagen? Du weißt genau, auf was das bezogen war. Und ich habe noch nie gehört, dass dieser Slogan etwas mit Linksradikalismus zu tun haben soll und finde dazu gerade auch nichts. Quelle bitte.

War einfach nur eine Feststellung, weil ich daran denken musste, als ich es gelesen habe. Hatte jetzt grundsätzlich nichts mit dir und deinem Bezug zutun. 

Die Quelle sind meine Erfahrung bei der Polizei in der wunderschönen politischen Hotspotstadt Leipzig (eher von meinen Kollegen, ich sitze glücklicherweise im Büro und darf mich um die Sportfördergruppe kümmern)


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - muffman - 18.07.2025

Gut... Diesen Slogan haben z.B. auch die Nazis benutzt. Wahrscheinlich ist für so ziemliche jede politische Strömung die etablierte ewig gestrig. Aber lassen wir das. Dann hat sich das ja geklärt.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - mark1967 - 18.07.2025

(18.07.2025, 09:17)Roy Schmidt schrieb:
(18.07.2025, 09:11)muffman schrieb:
(18.07.2025, 08:51)Roy Schmidt schrieb: Bei der Formulierung "ewig gestrigen" musste ich aber lachen. Eine der Hauptslogans des linksradikalen Milieus.

Was willst du mir damit sagen? Du weißt genau, auf was das bezogen war. Und ich habe noch nie gehört, dass dieser Slogan etwas mit Linksradikalismus zu tun haben soll und finde dazu gerade auch nichts. Quelle bitte.

War einfach nur eine Feststellung, weil ich daran denken musste, als ich es gelesen habe. Hatte jetzt grundsätzlich nichts mit dir und deinem Bezug zutun. 

Die Quelle sind meine Erfahrung bei der Polizei in der wunderschönen politischen Hotspotstadt Leipzig (eher von meinen Kollegen, ich sitze glücklicherweise im Büro und darf mich um die Sportfördergruppe kümmern)

Lustig. Dieses "linksradikal" kenne ich tatsächlich so nur aus Ostdeutschland und zeigt, wie sich die Maßstäbe verschoben haben. Wirklich Linksradikale gibts vielleicht noch ne Handvoll, aber das ist jetzt ja off-topic.

Ich würde jetzt MikeStar nicht so sehr böse Absichten unterstellen, wie andere hier. Aber ich glaube, seine Formulierungen und sein Denken, Internes solle intern bleiben, sind halt ein bisschen old-school. Heute kann man so nicht mehr an die Sachen rangehen. Das hat gar nichts mit Wokeness zu tun, sondern mit einem stärkeren Bewusstsein für das Leiden der Opfer und das Funktionieren von Verschweigekartellen.