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Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - Druckversion

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RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - dominikk85 - 29.04.2026

Laut blöd Zeitung läuft er 200-240 km die Woche. Ist das normal in der Marathon elite?

Marathon-Rekordhalter Sabastian Sawe: Vor dem Rennen aß er nur zwei Honigbrote | Sport | BILD.de https://share.google/ncludkqN0wJhY1Ygt


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - vedo - 29.04.2026

(29.04.2026, 22:12)S_J schrieb: Laut den Angaben auf der Maurten Webseite benötigt der Zucker aber schon mindestens 15 Minuten. Das ist bei Kilometer 40 dann also entweder für die Psyche oder bereits für die Regeneration...

Bereits das bloße Spülen des Mundes mit einem kohlenhydrathaltigen Getränk soll doch bereits einen Effekt haben, vielleicht ist das auch in dem Fall die Grundidee.

(29.04.2026, 23:19)dominikk85 schrieb: Laut blöd Zeitung läuft er 200-240 km die Woche. Ist das normal in der Marathon elite?
Marathon-Rekordhalter Sabastian Sawe: Vor dem Rennen aß er nur zwei Honigbrote | Sport | BILD.de https://share.google/ncludkqN0wJhY1Ygt

Ist zumindest nichts außergewöhnliches, auch wenn die 240 km eher schon oberes Ende sind. Aber von Kelvin Kiptum waren noch ganz andere Zahlen bekannt (250-280 km mit Peaks über 300 km).


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - runner5000 - 30.04.2026

(29.04.2026, 22:12)S_J schrieb: Laut den Angaben auf der Maurten Webseite benötigt der Zucker aber schon mindestens 15 Minuten. Das ist bei Kilometer 40 dann also entweder für die Psyche oder bereits für die Regeneration...

Vielleicht geht es einfach auch nur noch um ein wenig Flüssigkeit für den Mund etc.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - Notalp - 30.04.2026

(29.04.2026, 23:50)vedo schrieb:
(29.04.2026, 22:12)S_J schrieb: Laut den Angaben auf der Maurten Webseite benötigt der Zucker aber schon mindestens 15 Minuten. Das ist bei Kilometer 40 dann also entweder für die Psyche oder bereits für die Regeneration...

Bereits das bloße Spülen des Mundes mit einem kohlenhydrathaltigen Getränk soll doch bereits einen Effekt haben, vielleicht ist das auch in dem Fall die Grundidee.

(29.04.2026, 23:19)dominikk85 schrieb: Laut blöd Zeitung läuft er 200-240 km die Woche. Ist das normal in der Marathon elite?
Marathon-Rekordhalter Sabastian Sawe: Vor dem Rennen aß er nur zwei Honigbrote | Sport | BILD.de https://share.google/ncludkqN0wJhY1Ygt

Ist zumindest nichts außergewöhnliches, auch wenn die 240 km eher schon oberes Ende sind. Aber von Kelvin Kiptum waren noch ganz andere Zahlen bekannt (250-280 km mit Peaks über 300 km).

Bereits in den 70ern gab es - unterfüttert durch bestimmte Theorien - solche Umfänge. ( In den 60ern des letzten Jahrhunderts lag ein Ron Clarke sicher auch nicht tiefer. Und der war kein Marathonist, genauso wenig wie Anfang der Siebziger der 10000 Meter- Weltrekordler Dave Bedford, der bekannt dafür war, dreimal am Tag die (schwachbesohlten) Laufschuhe zu schnüren. An die ü300km glaube ich jedoch nicht) Und bekanntlich hat sich in den 80ern auch ein Mr. Salazar stets jenseits der 200er Marke positioniert. Aber für (V)erklärungen reicht die Mengenangabe immer noch.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - mariusfast - 30.04.2026

(29.04.2026, 23:50)vedo schrieb:
(29.04.2026, 22:12)S_J schrieb: Laut den Angaben auf der Maurten Webseite benötigt der Zucker aber schon mindestens 15 Minuten. Das ist bei Kilometer 40 dann also entweder für die Psyche oder bereits für die Regeneration...

Bereits das bloße Spülen des Mundes mit einem kohlenhydrathaltigen Getränk soll doch bereits einen Effekt haben, vielleicht ist das auch in dem Fall die Grundidee.

(29.04.2026, 23:19)dominikk85 schrieb: Laut blöd Zeitung läuft er 200-240 km die Woche. Ist das normal in der Marathon elite?
Marathon-Rekordhalter Sabastian Sawe: Vor dem Rennen aß er nur zwei Honigbrote | Sport | BILD.de https://share.google/ncludkqN0wJhY1Ygt

Ist zumindest nichts außergewöhnliches, auch wenn die 240 km eher schon oberes Ende sind. Aber von Kelvin Kiptum waren noch ganz andere Zahlen bekannt (250-280 km mit Peaks über 300 km).
Denke ich auch. Kipchoge hat ja auch am Schluss nochmal an einem Gel "genuggelt". Quasi um den Körper über die Schleimhäute das Signal zu geben, dass Kohlenhydrate kommen. Der Effekt hält halt nicht lange, weil man quasi den Körper austrickst, weil ja nicht wirklich etwas ankommt. 

Anscheinend musste Sawe laut dem Auslaufenpodcast sogar im Winter im Dezember 10 Tage aufgr. von Rückenproblemen aussetzen. Erst im Februar konnte er wieder normal trainieren, der Januar war dann ein Aufbau zur normalen Kapazität. Sein Coach wusste wohl nicht, ob sie überhaupt wieder zu der Form aus Berlin hinkommen.   Ab 20:40 Min. Marathon Sensation in 1:59:30 London Marathon 2026 | Laufpodcast Analyse

Laut Fox (Sweat Elite) trainiert er Umfänge von 220-240 KM nur in den 6 Wochen vor der Taperwoche. Die Easy Tage habe er auch wirklich easy gehalten. 
Die Infos kommen aus dem Umfeld von Sawe. 

Ein marathonspezifisches Training war bspw. ein 30 KM Long Run in 3:00 Min Pace auf in der Höhe. In Marathonracepaceanstrengung, angepasst an die Höhe und die Müdigkeit des gesamten Trainings. 

15x 1 KM in 2:42 - 2:45 mit 1 Min Erholung (auf Sealevel würde ich da sagen, typischer Schwelleneffort. Aber schon heftig diese Zeiten für die Höhe.

Instagram


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - aj_runner - 30.04.2026

Auf die Frage nach seiner härtesten Einheit meinte er einen 40er in 2:01:30 h - die genaue Quelle auf Insta weiß ich leider nicht mehr.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - mariusfast - 30.04.2026

(30.04.2026, 10:15)aj_runner schrieb: Auf die Frage nach seiner härtesten Einheit meinte er einen 40er in 2:01:30 h - die genaue Quelle auf Insta weiß ich leider nicht mehr.

Ich weiß es leider auch nicht mehr. Habe das aber auch gesehen und kann es bestätigen. 

Wenn er die 30 KM in 3 Min Schnitt auf 40 KM durchlaufen würde, wäre er bei 2:00:00

Das sind eigentlich so typische Programme etwas langsamer als MRP an der aeroben Schwelle, die man in der Länge natürlich wirklich nur in absoluter Topform und nicht lange vor dem Marathon machen kann. (natürlich krass, dass er das trotz Höhe so schnell machte). 

Gabius hat das unter Canova auch öfters gemacht.  Zielstellung war nach 40 Km die Zeit zu haben, die man sich als Zielzeit für den Marathon vorgenommen hat. 2020 bspw. 2:09:54 am Neckar, etwas mehr als zwei Wochen vor dem Marathon, als er unter 2:10 laufen wollte.   Instagram


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - mariusfast - 01.05.2026

(30.04.2026, 08:49)Notalp schrieb:
(29.04.2026, 23:50)vedo schrieb:
(29.04.2026, 22:12)S_J schrieb: Laut den Angaben auf der Maurten Webseite benötigt der Zucker aber schon mindestens 15 Minuten. Das ist bei Kilometer 40 dann also entweder für die Psyche oder bereits für die Regeneration...

Bereits das bloße Spülen des Mundes mit einem kohlenhydrathaltigen Getränk soll doch bereits einen Effekt haben, vielleicht ist das auch in dem Fall die Grundidee.

(29.04.2026, 23:19)dominikk85 schrieb: Laut blöd Zeitung läuft er 200-240 km die Woche. Ist das normal in der Marathon elite?
Marathon-Rekordhalter Sabastian Sawe: Vor dem Rennen aß er nur zwei Honigbrote | Sport | BILD.de https://share.google/ncludkqN0wJhY1Ygt

Ist zumindest nichts außergewöhnliches, auch wenn die 240 km eher schon oberes Ende sind. Aber von Kelvin Kiptum waren noch ganz andere Zahlen bekannt (250-280 km mit Peaks über 300 km).

Bereits in den 70ern gab es - unterfüttert durch bestimmte Theorien - solche Umfänge. ( In den 60ern des letzten Jahrhunderts lag ein Ron Clarke sicher auch nicht tiefer. Und der war kein Marathonist, genauso wenig wie Anfang der Siebziger der 10000 Meter- Weltrekordler Dave Bedford, der bekannt dafür war, dreimal am Tag die (schwachbesohlten) Laufschuhe zu schnüren. An die ü300km glaube ich jedoch nicht) Und bekanntlich hat sich in den 80ern auch ein Mr. Salazar stets jenseits der 200er Marke positioniert. Aber für (V)erklärungen reicht die Mengenangabe immer noch.

Es gab laut Canova solche Athleten, die ü300 machten. Als Beispiel nannte er auch einen jap. Läufer (finde das Video jetzt aber nicht).

Canova selbst sagt jedoch, dass die Spitze von diesem reinen KM zählen, wie es noch vor 20 J. der Fall war., weggekommen ist. Ziel in ijeder Laufdisziplin sei primär nicht die Steigerung des reinen Volumens oder der spezifischen Geschwindigkeit, sondern die Steigerung des Volumens der spezifischen Geschwindigkeit. 
Die größte Veränderung sei also die Intensität der langen Distanz. Früher machte man die Longruns vorwiegend sehr locker. 

Renato Canova - The Coach of Emile Cairess, Amanal Petros, Tadesse Abraham

Ab 5:19 Min.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - Notalp - 01.05.2026

Danke für den Hinweis! 

Unabhängig von der Einschätzung der Zeitungsmeldung: Es gab gute Gründe, die langen Backen in der Regel langsam zu laufen. Diese Gründe haben mit etwas mit der verlängerten Regeneration nach langen Läufen in hohem Tempo zu tun. Deshalb bleibe ich skeptisch in Bezug auf die Aussagen von solchen Trainern. Nach dem traditionellen Schema konnte man durchaus ein polarisiertes Training mit schnellen Läufen absolvieren. Wer erzählt, dass es auch bei den langen Läufen endlich schneller zugehen sollte, beschwört notwendigerweise die Skepsis herauf. Schließlich gibt es ja Möglichkeiten, um für eine beschleunigte ‘Eiweißregeneration’ zu sorgen. Es gab Sportmediziner, die bereits in den 80ern auf diese Problematik hingewiesen haben und für eine (wertneutral definierte) ‘medizinische Unterstützung plädiert haben.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - mariusfast - 02.05.2026

(01.05.2026, 09:24)Notalp schrieb: Danke für den Hinweis! 

Unabhängig von der Einschätzung der Zeitungsmeldung: Es gab gute Gründe, die langen Backen in der Regel langsam zu laufen. Diese Gründe haben mit etwas mit der verlängerten Regeneration nach langen Läufen in hohem Tempo zu tun. Deshalb bleibe ich skeptisch in Bezug auf die Aussagen von solchen Trainern. Nach dem traditionellen Schema konnte man durchaus ein polarisiertes Training mit schnellen Läufen absolvieren. Wer erzählt, dass es auch bei den langen Läufen endlich schneller zugehen sollte, beschwört notwendigerweise die Skepsis herauf. Schließlich gibt es ja Möglichkeiten, um für eine beschleunigte ‘Eiweißregeneration’ zu sorgen. Es gab Sportmediziner, die bereits in den 80ern auf diese Problematik hingewiesen haben und für eine (wertneutral definierte) ‘medizinische Unterstützung plädiert haben.

 Also dass zumindest die marathonspezifischen Tempoläufe in den Long Run integriert sind, ist m.W.n. Normalität. Bspw. 5x5 km mit 1 km Dauerlauf Pace dazwischen (und mit Start im Dauerlauftempo bspw. auf den ersten KM kommen die Läufer auch auf 35 KM). Das gibt dann auch allein meistens schon einen zügigen Gesamtschnitt. Mir fällt jetzt spontan nur konkret Hendrik Pfeiffer ein, der das noch trennt und lockere 300 Meter TP macht dazwischen. Den Long Run macht er tatsächlich eher lockerer im mittleren GA1 Bereich. Aber auch er macht ja diese zügigen Läufe in konstantem Tempo an der aeroben Schwelle dann separat in einer Einheit bis zu 25 KM  lang. Nur bezeichnet er halt nur die Läufe über 30 Km als Longrun. Wo wir dann wieder bei der Begriffsbezeichnung in der Laufbubble sind 


Außerdem meinte ja Canova, dass man eben dann auch Kompromisse eingehen muss Also die easy Läufe sollten wirklich easy bleiben und auch die Kilometer können dann nicht auf die angesprochenen Dimensionen geschraubt werden. Letztlich ist das ja im Vergleich zu anderen Ausdauersportarten, wie Radfahren oder Triathlon nichts, wenn man knapp über 200 KM macht.