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Olympische Spiele in Deutschland? - Druckversion

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RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Delta - 23.04.2026

(22.04.2026, 10:31)eierluke2 schrieb:
(22.04.2026, 09:04)Reichtathletik schrieb:
(22.04.2026, 08:16)eierluke2 schrieb: Leichtathletik ist noch immer Kernsportart bei Olympia, aber Bewerbungen für eine Leichtathletik WM darf man nicht mit einer Olympiabewerbung vergleichen.
Olympia völlig aufgeblasen und so eine ganz andere Größenordnung.

Mindestens 200 der 329 Goldmedaillien würde ich mangels sportlichen Wertes abschaffen (und lieber die verbleibenden Wettbewerbe aufwerten) aber die Wahl habe ich natürlich nicht und werde trotzdem für eine Olympiabewerbung (Hamburg) stimmen. 

Schön, dass auch Kiel dafür ist, aber Travemünde und Rostock schaffen es auch regelmäßig Segelgroßveranstaltungen auszurichten

Man bemerkt den Bedeutungsverlust der Leichtathletik in Deutschland schon sehr an den Bewerbungen. Die Deutsche Leichtathletik (insgesamt, damit meine ich explizit nicht nur, aber natürlich auch den DLV) hat das in weiten Teilen in den vergangenen 20 Jahren verschuldet. Und ich bin auch überrascht wie wenig präsent bis abwesend sie jetzt im Bewerbungsprozess ist.

Man bemerkt: In NRW hat die Stadt, die die Leichtathletik samt Stadion "schultern" soll, das engste Votum. In Hamburg könnte es auch eng werden. Hauptkritik der Gegner ist da ein "neues" Stadion. In beiden Fällen soll das nach den Spielen nicht mehr oder nicht mehr für die Leichtathletik zur Verfügung stehen. Ein LA-Stadion traut sich eigentlich keiner mehr zu bauen, weil man sicher ist, damit kein Ja in einem Votum zu bekommen. 
Und doch werden bei den Spielen locker 70k ins Stadion gehen.

Es fehlt mir an bewussten Vor- und Nachnutzungskonzepten der LA. Man könnte analog zur WM-Bewerbung München ja sagen, wir bewerben uns um eine WM vor und Nach Olympia in der Stadt (Peking WM im Olympiastadion, Tokio... das sind jeweils auch sportlich Highlights). Wir bauen direkt ein Konzept für ein A-Meeting was jährlich dort stattfindet, etc...
Man sollte vorher in der Stadt bereits Sportbegeisterung durch DMs und Nachwuchs-WMs schaffen... Leider fehlt das alles. Die LA bleibt sehr unsichtbar und wird in der breiten Bevölkerung nicht als emotionale Topsportart abgespeichert sondern als Kostenfaktor und Belastung.

1 Meeting = Tropfen auf heißen Stein.
Dass Fußball so erfolgreich ist, liegt neben vielem Anderen auch an der steten Präsenz.

Zu einem wichtigen Punkt: die Sportstätte oder ganz konkret auch "das Stadion". Also Fußball ist die #1, wird es auch noch lange bleiben und Fußball gucken im Leichtahletikstadion ist großer Mist.

Die Lehre von dem reinen Fussballstadion ist kompletter Müll. Dortmund im dritten Rang ist man 70 m vom Spielfeld entfernt in Berlin noch weiter.
In Zürich vielleicht 30 m trotz der Bahn. In Rom reklamiert keiner auch nicht in Neapel alles Stadien mit Bahnen.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Delta - 23.04.2026

(23.04.2026, 07:14)mark1967 schrieb: es geht auch darum, für dieses Land und seine Bewohner ein positives Ziel zu gestalten, um die miese Endzeitstimmung ein bisschen aufzuheitern. Dafür eignet sich Olympia. Solange es nicht in Berlin stattfindet...

Zuerst muss man ein Leistungs Umfeld schaffen. Wer sich nicht bewirbt um Anlässe hat keine Chance.
Das beginnt beim Rudern, Kunstturnen, Fechten und geht über zu Schwimmen, LA und weitere.
Viele der Teilnehmer sind morgen Funktionäre und Entscheiden über Anlässe.

Manager von solchen Anlässen sind fliessend Dreisprachig. De, Eng, Fr oder Spanisch

Bedenkenträger die Geld rationieren möchten sind da falsch. Man baut auf und investiert auch für Nahverkehr, Sport und Freizeit. Olympiapärke in München, Moskau, Tokyo sind auch Jahrzehnte nach den Games noch vielbesucht.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Tobimaroni - 23.04.2026

(23.04.2026, 10:36)Delta schrieb:
(22.04.2026, 10:31)eierluke2 schrieb:
(22.04.2026, 09:04)Reichtathletik schrieb:
(22.04.2026, 08:16)eierluke2 schrieb: Leichtathletik ist noch immer Kernsportart bei Olympia, aber Bewerbungen für eine Leichtathletik WM darf man nicht mit einer Olympiabewerbung vergleichen.
Olympia völlig aufgeblasen und so eine ganz andere Größenordnung.

Mindestens 200 der 329 Goldmedaillien würde ich mangels sportlichen Wertes abschaffen (und lieber die verbleibenden Wettbewerbe aufwerten) aber die Wahl habe ich natürlich nicht und werde trotzdem für eine Olympiabewerbung (Hamburg) stimmen. 

Schön, dass auch Kiel dafür ist, aber Travemünde und Rostock schaffen es auch regelmäßig Segelgroßveranstaltungen auszurichten

Man bemerkt den Bedeutungsverlust der Leichtathletik in Deutschland schon sehr an den Bewerbungen. Die Deutsche Leichtathletik (insgesamt, damit meine ich explizit nicht nur, aber natürlich auch den DLV) hat das in weiten Teilen in den vergangenen 20 Jahren verschuldet. Und ich bin auch überrascht wie wenig präsent bis abwesend sie jetzt im Bewerbungsprozess ist.

Man bemerkt: In NRW hat die Stadt, die die Leichtathletik samt Stadion "schultern" soll, das engste Votum. In Hamburg könnte es auch eng werden. Hauptkritik der Gegner ist da ein "neues" Stadion. In beiden Fällen soll das nach den Spielen nicht mehr oder nicht mehr für die Leichtathletik zur Verfügung stehen. Ein LA-Stadion traut sich eigentlich keiner mehr zu bauen, weil man sicher ist, damit kein Ja in einem Votum zu bekommen. 
Und doch werden bei den Spielen locker 70k ins Stadion gehen.

Es fehlt mir an bewussten Vor- und Nachnutzungskonzepten der LA. Man könnte analog zur WM-Bewerbung München ja sagen, wir bewerben uns um eine WM vor und Nach Olympia in der Stadt (Peking WM im Olympiastadion, Tokio... das sind jeweils auch sportlich Highlights). Wir bauen direkt ein Konzept für ein A-Meeting was jährlich dort stattfindet, etc...
Man sollte vorher in der Stadt bereits Sportbegeisterung durch DMs und Nachwuchs-WMs schaffen... Leider fehlt das alles. Die LA bleibt sehr unsichtbar und wird in der breiten Bevölkerung nicht als emotionale Topsportart abgespeichert sondern als Kostenfaktor und Belastung.

1 Meeting = Tropfen auf heißen Stein.
Dass Fußball so erfolgreich ist, liegt neben vielem Anderen auch an der steten Präsenz.

Zu einem wichtigen Punkt: die Sportstätte oder ganz konkret auch "das Stadion". Also Fußball ist die #1, wird es auch noch lange bleiben und Fußball gucken im Leichtahletikstadion ist großer Mist.

Die Lehre von dem reinen Fussballstadion ist kompletter Müll. Dortmund im dritten Rang ist man 70 m vom Spielfeld entfernt in Berlin noch weiter.
In Zürich vielleicht 30 m trotz der Bahn. In Rom reklamiert keiner auch nicht in Neapel alles Stadien mit Bahnen.

Nun ja,
die Kapazität in Dortmund liegt bei ca 80.000, die von Zürich bei ca. 30.000
Interessanter Vergleich...


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Atanvarno - 23.04.2026

(23.04.2026, 10:36)Delta schrieb: Die Lehre von dem reinen Fussballstadion ist kompletter Müll. Dortmund im dritten Rang ist man 70 m vom Spielfeld entfernt in Berlin noch weiter.
In Zürich vielleicht 30 m trotz der Bahn. In Rom reklamiert keiner auch nicht in Neapel alles Stadien mit Bahnen.

Sowohl Lazio Rom als auch der AS Rom haben in den letzten Jahren Pläne für den Neubau reiner Fußballstadien anstelle des Olympiastadions vorgelegt.

In Neapel stand beim letzten Umbau 2018 auch die Leichtathletikbahn auf der Kippe, durfte aber vorerst verbleiben.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Delta - 23.04.2026

Dortmund ist aus meiner Sicht kein sicheres Stadion vor allem im Brandfall. Viel zu wenig Gänge und zu wenig breit. Man sieht die Unterschiede gut wenn man mit grossen US Stadien vergleicht. In Zürich sind die Aufgänge 4-5 m Breit da kommen locker 4 Personen miteinander zum Platz.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - S_J - 06.05.2026

Apropos Ereignisse die man ausrichten könnte: die Para-EM fällt aus, da es keinen Ausrichter gibt. Ein Armutszeugnis für EA, aber insbesondere Deutschland. Wenn man sich die EM nicht zutraut, wie will man dann die Paralympics stemmen?


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Reichtathletik - 06.05.2026

(06.05.2026, 18:10)S_J schrieb: Apropos Ereignisse die man ausrichten könnte: die Para-EM fällt aus, da es keinen Ausrichter gibt. Ein Armutszeugnis für EA, aber insbesondere Deutschland. Wenn man sich die EM nicht zutraut, wie will man dann die Paralympics stemmen?

Von den Bewerberstätten haben ja nur zwei ein Stadion (ironischerweise Olympiastadien). Überall sonst sind die ja nicht mehr gewollt, selbst Köln und Hamburg wollen sie danach aus leichtathletischer Sicht abreißen. Gut, Rhein-Ruhr hätte immerhin das Stadion in Wattenscheid.
Aber tatsächlich würden für so eine Para EM doch vermutlich wirklich nur München, Wattenscheid, Dresden in Frage kommen. Gibt es Kassel noch? Dann vielleicht das.

Sport hat halt keinen Stellenwert in Deutschland. Olympia verkauft man in den Städten ja auch mit den Argumenten "macht Gewinn" "stärkt den Breiten(!)Sport".
Kein Politiker traut sich zu sagen: Stärkt den Leistungssport. Warum wohl...

Übrigens hat der DLV bisher auch nicht aktiv für Olympia in Deutschland geworben. Andere Spitzenverbände wohl


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - S_J - 06.05.2026

Wäre halt auch eine Gelegenheit sich im internen Wettbewerb in Deutschland nochmal von der guten Seite zu zeigen. Dass man kurzfristig eine Para-EM übernehmen und erfolgreich ausrichten kann.

Und wer sich das nicht zutraut sollte vielleicht nochmal überlegen, ob das große Event so sinnvoll ist...


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Delta - 06.05.2026

Erfurt hat ein ausreichendes Stadion für die Para EM


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - S_J - 06.05.2026

Was ist mit Zürich?