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Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt (/showthread.php?tid=6242) |
RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - MikeStar - 17.07.2025 (17.07.2025, 20:19)TranceNation 2k14 schrieb: Guter Versuch, aber auch du wirst es nicht schaffen, 66 Seiten Diskussion in 2 Absätzen zur Lösung zu bringen... Das habe ich auch nicht vor... offen gesagt sind mir solche öffentlichen Schlammschlachten zuwider. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Atanvarno - 17.07.2025 Dann wäre es ja schön, wenn wir hier wieder zum Thema zurückkämen und das andere ggfls. noch um eine 67ste erweitern RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - muffman - 17.07.2025 (17.07.2025, 20:22)MikeStar schrieb:(17.07.2025, 20:19)TranceNation 2k14 schrieb: Guter Versuch, aber auch du wirst es nicht schaffen, 66 Seiten Diskussion in 2 Absätzen zur Lösung zu bringen... Manchmal können sich Menschen nur so wehren. Schon mal daran gedacht? Genauso wie bei den Missbrauchsfällen, um die es hier eigentlich geht. Auch da können sich Opfer oft nur wehren, wenn sie an die Öffentlichkeit gehen. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Reichtathletik - 17.07.2025 MikeStar, vielleicht – wahrscheinlich sogar – tue ich dir unrecht aber ich empfinde viele deiner Aussagen hier als sehr befremdlich. Versteh mich nicht falsch, nicht befremdlich im Sinne von außerhalb des sagbaren oder sowas, sondern viel mehr Sinnbild für all das was viele (in dem Fall Genus bewusst) Athletinnen, die ich kenne, sehr stört und Grund weshalb sie sich nicht äußern. Und ich weiß nicht, ob dir das schlichtweg nicht bewusst ist oder ob du jemand bist der in dem Kosmos aktiv ist. Das Wagenburg-Denken im Bezug auf öffentliche Kritik passt dazu. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - muffman - 17.07.2025 Danke, dass du es aussprichst. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - MikeStar - 17.07.2025 (17.07.2025, 20:47)Reichtathletik schrieb: MikeStar, vielleicht – wahrscheinlich sogar – tue ich dir unrecht aber ich empfinde viele deiner Aussagen hier als sehr befremdlich. Versteh mich nicht falsch, nicht befremdlich im Sinne von außerhalb des sagbaren oder sowas, sondern viel mehr Sinnbild für all das was viele (in dem Fall Genus bewusst) Athletinnen, die ich kenne, sehr stört und Grund. Und ich weiß nicht, ob dir das schlichtweg nicht bewusst ist oder ob du jemand bist der in dem Kosmos aktiv ist. Das Wagenburg-Denken im Bezug auf öffentliche Kritik passt dazu. Bei dem Thema "öffentliche Kritik" gebe ich dir komplett recht, dass wir einfach unterschiedlicher Ansicht sind. Ich bin einfach der Meinung, dass Unzufriedenheit an einer solchen Entscheidung zwar nachvollziehbar ist, aber die Kritik daran nicht unbedingt in die Öffentlichkeit gehört. Ich beziehe das nicht nur auf Athletinnen, sondern auf Sportler generell. Am Ende ist der Trainer jener, der für den Erfolg oder Misserfolg des Teams verantwortlich ist und auch wenn man nicht nominiert wird, ist man Teil des Teams und sollte alles für den Erfolg tun. Im Fussball werden z.B. auch nicht immer die besten Einzelspieler nominiert. Natürlich werden die Entscheidungen öffentlich diskutiert und auf eine Entscheidung kommen 10 Experten und 20 Meinungen. Ob das am Ende für das Team sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. In so einem Fall einfach mal das Team unterstützen auch wenn man selbst eine Niederlage einstecken muss gehört für mich als Teamplayer einfach dazu. Ich bin halt so jemand, der auch, wenn er ungerecht behandelt wurde erstmal alles für das Team tut und dann zu gegebener Zeit Konsequenzen zieht. Ich war selbst schon mehrfach in ähnlicher Situation als ich noch aktiv Fußball gespielt habe. Kritik habe ich immer intern geäußert und wenn es nicht mehr ging Konsequenzen gezogen (Vereinswechsel). Wie gesagt, wäre die Situation, dass eine Nicht-Nominierung erfolgt wäre, weil die Athletin z.B. nicht bereit wäre, sexuelle Dienste zu machen, wäre ich der erste der an die Öffentlichkeit ginge, aber sportliche Entscheidungen, auch wenn sie für Außenstehende vielleicht nicht nachvollziehbar sein mögen, sollten intern bleiben. Ich habe die 66 Seiten nicht gelesen, kenne den Insa-Post nicht, sondern nur einige Berichte aus den Medien und liege vielleicht komplett falsch mit meiner Ansicht in Bezug auf diesen konkreten Fall, will ich gar nicht ausschließen. Aber ich kann natürlich auch verstehen, wenn eine Sportlerin kein Vertrauen in die Integrität ihres Trainers/Verbandes hat und daher den Weg in die Öffentlichkeit wählt. Ich kann aber auch verstehen, wenn ein Funktionär/Funktionärin, der/die sich ja sportlich im Recht wähnen mag sagt "Schau, die denkt nur an sich, nicht an das Team." Mein Ansatz in solchen Fällen als Vorgesetzter ist aber ein anderer und der heißt transparente Kommunikation, auch wenn ich weiß, dass ich es nicht allen recht machen kann... aber, soviel habe ich schon gelernt, das scheint im LA-Verband noch eine massive Schwachstelle zu sein. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - TranceNation 2k14 - 17.07.2025 Mike, bitte, entwedee lies die 66 Seiten oder lass das Thema. Du schreibst du willst dich nicht dazu äußern, tust es aber doch, und genau das ist bereits vor 1 Jahr passiert. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - mark1967 - 17.07.2025 transparente Kommunikation funktioniert aber nur dann, wenn beide Seiten daran interessiert sind. Und die DLV-Spitze scheint mir da eher auf dem Niveau der Deutschen Bischofskonferenz der 1990er Jahre zu sein. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Reichtathletik - 17.07.2025 Ich denke es ist auch noch ein Unterschied ob man im Mannschaftssport ist, wo man im besten Fall Verbündete im Team findet und gemeinsam z.B. zum Vorstand geht, wenn der Trainer unangemessen handelt – so geschehen im Handball und auch da wie man sieht allein jein Garant dafür, dass es nicht lange toleriert wird oder wieder passiert – oder in einer Individualsoortart. Da ist gelinde gesagt jemand der es bestenfalls gerade so zu Olympia schafft letztlich sogar egal, weil nur Top 8 zählt und deshalb ist das Machtgefälle ungleich größer: Auf der einen Seite ein System, das den einzelnen Sportler nicht braucht und mehr Gefahr darin sehen könnte, als ganzes Imageschaden zu erleiden, auf der anderen Seite ein einzelner Sportler, der völlig abhängig vom System ist. Nochmal: ich sage nicht, dass Aufklärung oder Schutz in diesem System nicht funktionieren würde, aber das Vertrauen, sich darauf zu verlassen ist sehr gering. Und so kommen halt eine Sache zur anderen. Überspritzt gesagt: Zur Prävention von sexueller Gewalt trägt bereits das Interesse von Bundestrainern an den Leistungen der Sportler der zweiten Reihe bei, weil es zeigen würde: es geht um Menschen als Menschen RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - trackwatchnds - 17.07.2025 (17.07.2025, 20:44)muffman schrieb:(17.07.2025, 20:22)MikeStar schrieb:(17.07.2025, 20:19)TranceNation 2k14 schrieb: Guter Versuch, aber auch du wirst es nicht schaffen, 66 Seiten Diskussion in 2 Absätzen zur Lösung zu bringen... Ich kann den zahlreichen hier mitlesenden Athlet:innen nur dringend raten, sich Lösungen außerhalb des DLV zu suchen und sensible Informationen nicht intern an die Löwen zu verfüttern. Intern Kritik zu äußern und auf den Putz hauen erzielt genau gar keinen Effekt und wird nicht selten sogar gegen die anklagende Person verwendet. Das Bild von der Wagenburg trifft es leider sehr genau. Es gibt überall externe Fachberatungsstellen (Mädchen und Frauen: Violetta, Jungs und Männer: Anstoß, mit Sportbezug: Anlauf gegen Gewalt). Letztere sammeln in einem zentralen Register auch Vorwürfe gegen Einzelpersonen und haben ein paar Trümpfe mit politischer Hilfe und medialer Vernetzung in der Hand. Interveniert wird aber nur auf ausdrücklichen Wunsch und in enger Abstimmung mit den Geschädigten. |