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US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - Druckversion

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RE: US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - TranceNation 2k14 - 03.07.2024

(02.07.2024, 23:49)said88 schrieb: für mich schwer nachvollziehbare Veranstaltung damals (nicht nur wegen Doping - leider kaum Videomaterial vorhanden)

Meinst du die ganze Woche oder explizit die 3000?


RE: US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - Jonny - 03.07.2024

(03.07.2024, 02:04)frbcrane2 schrieb:
(02.07.2024, 13:21)said88 schrieb: Sind die Colleges eine neue Sache? Und verbesserte Schuhe stehen glaube ich nicht nur US-Athleten zur Verfügung.
Die Statistik über 400m macht besonders klar, was bei uns falsch läuft. Nach 20 Jahren lief 2023 mal wieder ein Deutscher unter 45s, bei den Frauen sieht es immer noch zappenduster aus. Warum? Laurent Meuwly sagt, es wäre falsches Training. Warum laufen Frauen überall in Europa deutlich schneller als in Deutschland? Sollte man mal Jörg Möckel fragen, irgendeine Ausrede hat er sicher parat.
Wir hatten ja 2022 sogar mal ein gutes Jahr über die 400 der Damen gehabt. Corinna Schwab 50,91s und Luna Thiel 51,28s. Dann zwar erst wieder die nächste mit 52,3 aber immerhin gab es mal zwei tolle Zeiten. Erst genannte lief ja auch regelmäßig noch öfters 51er Zeiten, aber seit letztem Jahr geht leider gar nix mehr. Dieses Jahr auch wieder Totalausfall.
Und bei Thiel war's leider im wahrsten Sinne des Wortes eine Eintagsfliege, seitdem ist sie von diesen Zeiten leider meilenweit entfernt.

Somit scheint es ja durchaus Ansätze im Training zu geben, dass solche Zeiten möglich sind, allerdings fehlt es eindeutig an Konstanz. Probleme sehe ich auch weiterhin auf der fehlenden Unterdistanz, außer Schwab und Krafzik konnte da niemand die letzten Jahre wirklich wertvolle 200m-Zeiten vorlegen.


RE: US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - marathoni - 03.07.2024

(02.07.2024, 18:20)Grummel schrieb: Wobei man zu Anderson sagen muss, dass er in den USA geboren sowie aufgewachsen ist und dementsprechend auch dort studiert. Er hat nur "zufällig" die deutsche Staatsbürgerschaft, weil er eine deutsche Mutter hat. Bis vor einiger Zeit hatte er noch nicht einmal einen deutschen Verein.

Für die genannten ist es aber ja sehr wahrscheinlich auch ein Grund, dass die nationale Konkurrenz so stark ist, dass man lieber ins weniger umkämpfte Deutschland geht um dort international eine Chance zu haben. Hat bei Bartelsmeyer und Parsons ja auch ganz gut funktioniert bisher. Bei den Trials hätten sie gar keine Chance auf ein weiterkommen.


RE: US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - Delta - 03.07.2024

Die US Colleges gibt es seit ewig. Beispiel aus Phoenix. Colleges haben meistens 5 Sportarten im Angebot.
Track and Field, Basketball, Baseball, Volleyball etc. Dies ergibt viele Möglichkeiten etwas zu testen was man nicht so kennt. Die Trainer bekommen Leistungswerte. Springt einer hoch im Volleyball ist aber koordinativ nicht der Beste könnte der bei Track and Field durchaus einen ordentlichen Weitspringer abgeben. Sprinter braucht es im Football jede Menge.

Was mittlerweile auffällt wie sich die Anlagensituation in den USA stark verbessert hat. Die Wartung war lange Zeit ein grosser Schwachpunkt.

https://pcbearsathletics.com/sports/wtrack/2023-24/Releases/20240212mrrmvp


RE: US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - aj_runner - 03.07.2024

(03.07.2024, 08:33)Jonny schrieb:
(03.07.2024, 02:04)frbcrane2 schrieb:
(02.07.2024, 13:21)said88 schrieb: Sind die Colleges eine neue Sache? Und verbesserte Schuhe stehen glaube ich nicht nur US-Athleten zur Verfügung.
Die Statistik über 400m macht besonders klar, was bei uns falsch läuft. Nach 20 Jahren lief 2023 mal wieder ein Deutscher unter 45s, bei den Frauen sieht es immer noch zappenduster aus. Warum? Laurent Meuwly sagt, es wäre falsches Training. Warum laufen Frauen überall in Europa deutlich schneller als in Deutschland? Sollte man mal Jörg Möckel fragen, irgendeine Ausrede hat er sicher parat.
Wir hatten ja 2022 sogar mal ein gutes Jahr über die 400 der Damen gehabt. Corinna Schwab 50,91s und Luna Thiel 51,28s. Dann zwar erst wieder die nächste mit 52,3 aber immerhin gab es mal zwei tolle Zeiten. Erst genannte lief ja auch regelmäßig noch öfters 51er Zeiten, aber seit letztem Jahr geht leider gar nix mehr. Dieses Jahr auch wieder Totalausfall.
Und bei Thiel war's leider im wahrsten Sinne des Wortes eine Eintagsfliege, seitdem ist sie von diesen Zeiten leider meilenweit entfernt.

Somit scheint es ja durchaus Ansätze im Training zu geben, dass solche Zeiten möglich sind, allerdings fehlt es eindeutig an Konstanz. Probleme sehe ich auch weiterhin auf der fehlenden Unterdistanz, außer Schwab und Krafzik konnte da niemand die letzten Jahre wirklich wertvolle 200m-Zeiten vorlegen.
Einmal ist kein Mal. Du solltest die Zeiten in der zweiten oder besser noch in der dritten Runde bringen können. Sub 52 ist bei uns immer noch die Ausnahme, da sind uns andere Länder 1 bis 2 Sek. voraus.


RE: US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - said88 - 03.07.2024

(03.07.2024, 07:24)TranceNation 2k14 schrieb:
(02.07.2024, 23:49)said88 schrieb: für mich schwer nachvollziehbare Veranstaltung damals (nicht nur wegen Doping - leider kaum Videomaterial vorhanden)

Meinst du die ganze Woche oder explizit die 3000?

Die ganze Woche. Die 3000m der Frauen stechen dann aber nochmal besonders raus bei den Resultaten. Für mich passt das ganze einfach nicht zusammen. Vielleicht liessen sich schon ein paar der Spekulationen (falsche Startlinie u.a.) mit vollständigem Videomaterial besser beurteilen.
Natürlich wurde das aufgenommen und ich glaube nicht dass das alles vernichtet wurde. Ich finde es schwach, dass sich WA nicht darum bemüht. Kipyegon könnte jetzt die erste sein, für die 8:06,11 in Reichweite ist. Probiert hat sie es noch nie.Jetzt ist sie 30.
Aber lange hält der Rekord nicht mehr.


RE: US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - vedo - 03.07.2024

(03.07.2024, 08:33)Jonny schrieb:
(03.07.2024, 02:04)frbcrane2 schrieb:
(02.07.2024, 13:21)said88 schrieb: Sind die Colleges eine neue Sache? Und verbesserte Schuhe stehen glaube ich nicht nur US-Athleten zur Verfügung.
Die Statistik über 400m macht besonders klar, was bei uns falsch läuft. Nach 20 Jahren lief 2023 mal wieder ein Deutscher unter 45s, bei den Frauen sieht es immer noch zappenduster aus. Warum? Laurent Meuwly sagt, es wäre falsches Training. Warum laufen Frauen überall in Europa deutlich schneller als in Deutschland? Sollte man mal Jörg Möckel fragen, irgendeine Ausrede hat er sicher parat.
Wir hatten ja 2022 sogar mal ein gutes Jahr über die 400 der Damen gehabt. Corinna Schwab 50,91s und Luna Thiel 51,28s. Dann zwar erst wieder die nächste mit 52,3 aber immerhin gab es mal zwei tolle Zeiten. Erst genannte lief ja auch regelmäßig noch öfters 51er Zeiten, aber seit letztem Jahr geht leider gar nix mehr. Dieses Jahr auch wieder Totalausfall.
Und bei Thiel war's leider im wahrsten Sinne des Wortes eine Eintagsfliege, seitdem ist sie von diesen Zeiten leider meilenweit entfernt.

Somit scheint es ja durchaus Ansätze im Training zu geben, dass solche Zeiten möglich sind, allerdings fehlt es eindeutig an Konstanz. Probleme sehe ich auch weiterhin auf der fehlenden Unterdistanz, außer Schwab und Krafzik konnte da niemand die letzten Jahre wirklich wertvolle 200m-Zeiten vorlegen.
Vielleicht ist die fehlende Konstanz ja passend zur Kritik von Meuwly (der hatte meine ich eine Analogie mit einem Haus, welches vier statt zwei Wände bräuchte) genau Teil des Problems. Das deutsche "von kurz zu lang"-Training mag in Ausnahmefällen dazu führen, dass talentierte Athletinnen wenn alles zusammenpasst und sie das Training lange genug überstanden haben an Tag x mal eine tolle Zeit raushauen, aber Schwab konnte die Zeit damals ja schon am nächsten Tag im DM-Finale nicht ansatzweise wiederholen und Thiel/Bulmahn ist ein noch krasserer Fall mit keiner einzigen weiteren Zeit unter 52. Erfolgreiche internationale Athleten laufen dagegen das ganze Jahr über konstant gute Zeiten, natürlich optimalerweise beim Höhepunkt noch einmal etwas schneller und dort vor allem über mehrere Runden.


RE: US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - Astra - 03.07.2024

(03.07.2024, 08:46)marathoni schrieb:
(02.07.2024, 18:20)Grummel schrieb: Wobei man zu Anderson sagen muss, dass er in den USA geboren sowie aufgewachsen ist und dementsprechend auch dort studiert. Er hat nur "zufällig" die deutsche Staatsbürgerschaft, weil er eine deutsche Mutter hat. Bis vor einiger Zeit hatte er noch nicht einmal einen deutschen Verein.

Für die genannten ist es aber ja sehr wahrscheinlich auch ein Grund, dass die nationale Konkurrenz so stark ist, dass man lieber ins weniger umkämpfte Deutschland geht um dort international eine Chance zu haben. Hat bei Bartelsmeyer und Parsons ja auch ganz gut funktioniert bisher. Bei den Trials hätten sie gar keine Chance auf ein weiterkommen.

Duplantis ist ja auch nach Schweden gegangen. Smile


RE: US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - said88 - 03.07.2024

(03.07.2024, 07:24)dominikk85 schrieb: Nur diskus bei den männern +++ noch echte Lücken in der US leichtathletik, sonst ist man fast überall top.

Das war noch bis in die 80er ne ganz starke Disziplin in den USA.


RE: US Olympic Trials - Eugene, 21.-30.06.2024 (McLaughlin-Levrone WR 50,65) - longbottom - 03.07.2024

(03.07.2024, 07:24)dominikk85 schrieb: Nur diskus bei den männern und Speer bei Männern und Frauen sowie gehen sind noch echte Lücken in der US leichtathletik,

Naja, eine 65-Meter-Speerwerferin haben sie inzwischen auch. Damit kann man Olympiasiegerin werden.